Storchenland am Elbestrand

aktualisiert am
03.12.2017 

Otto v. Bismarck -
Deichhauptmann, Preu├če
und Gr├╝nder des deutschen Reiches

Otto Eduard Leopold v. Bismarck wird am 1. April 1815 in Sch├Ânhausen an der Elbe geboren.  Nachdem die Familie bereits 1816 auf ihr pommersches Gut ├╝bersiedelt, kehrt Otto v. Bismarck kurzzeitig 1834 als Student und endg├╝ltig 1845 mit seinem kranken Vater nach Sch├Ânhausen zur├╝ck.

Er ├╝bernimmt das Erbe, wird Deichhauptmann und startet von hier aus seine politische Karriere als Abgeordneter des Kreises Jerichow im preu├čischen Landtag.

Der Alte vom Sachsenwald

Otto v. Bismarck wird 1846 mit der "gewichtigen Charge eines Deichhauptmanns bekleidet", wie er in einem Brief vom 25. Februar schreibt. Und Bismarck nimmt sein Amt als Deichhauptmann sehr ernst. Dazu bestand auch aller Grund, denn Anfang 1845 waren die Deiche an mehreren Stellen - auch bei Sch├Ânhausen -gebrochen und die Fluten der Elbe hatten verheerende Sch├Ąden angerichtet.

Aus den Erfahrungen der Flut lernend und unter Bismarcks Verantwortung als Deichhauptmann werden die Deiche auf einen modernen Stand gebracht und durchgehend in gleicher H├Âhe und M├Ąchtigkeit angelegt. Bismarck erwirbt sich hierbei in den langwierigen Auseinandersetzungen mit der B├╝rokratie der Magdeburger Regierung und den Berliner Ministerien gro├če Verdienste.

Bereits im Februar 1847 k├Ânnen sich die verbesserten Elbdeiche bew├Ąhren, denn die Elbe f├╝hrt erneut Hochwasser und bedroht mit dem damit verbundenen Eisgang die Deiche. Bismarck selbst hat sich in den kritischen Tagen und N├Ąchten intensiv und erfolgreich um die ├ťberwachung der Flu├čbewegungen und um Sofortma├čnahmen zur Abwehr von Gefahren gek├╝mmert.

Ab 1848 st├╝rzt sich Bismarck wieder voll in die politischen K├Ąmpfe im Sinne der Sammlung und Formierung der Konservativen. Er mitinitiiert das sog. Junkerparlament am 18/19. August in Berlin, und wird im Januar 1850 in das Erfurter Unionsparlament gew├Ąhlt. Im Mai 1851 wird er zum preu├čischen Gesandten am wiederbelebten Bundestag in Frankfurt/M.ernannt.

Mit der ├ťbersiedlung nach Frankfurt legt Otto v. Bismarck auch das Amt des Deichhauptmanns an der Mittelelbe nieder. 1871 wird er F├╝rst und Reichskanzler, 1890 Herzog von Lauenburg.

"Von diesem flachen Lande hier, von der altm├Ąrkischen Heimat, die ja auch die meinige ist, ist die Kraft und der Ansto├č zur Bildung des kurbrandenburgischen Staates und Preu├čens und schlie├člich zur Wiedergeburt des deutschen Reiches ausgegangen." Mit diesem im Juli 1894 auf dem Stendaler Hauptbahnhof ausgesprochenen Satz erweist Otto v. Bismarck seiner Altmark die gr├Â├čte Reverenz, bestimmt sie als die "Wiege Preu├čens".

Diese enge Verbundenheit zur Heimat bestimmt auch die jahrhundertelange Geschichte seiner Familie in der Altmark. Hier liegen die Wurzeln und Gr├Ąber dieses "altm├Ąrkisch-uradlichen" Geschlechts.

Eine Ferienroute des TV Altmark verbindet jene Orte, in denen die Bismarcks gewirkt und ihre Spuren hinterlassen haben. Sei es in Sch├Ânhausen an der Elbe, in Briest oder Burgstall, in D├Âbbelin, Krevese, in Bismark oder in Stendal - ├╝berall sp├╝rt man den Hauch vergangener Zeiten, der wie ein Schleier ├╝ber den Herrenh├Ąusern, Schl├Âssern und Kirchen schwebt.

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